Ruth Fehring Schultze


Für die freie Journalistin, wohnhaft in Freudenstadt, ist inzwischen Malen genau so wichtig wie Schreiben, weil sie davon überzeugt ist, dass sie in ihren Bildern mehr mitteilen kann, als auf rationale Weise in Sprache und Schrift. Ruth Fehring Schultze hat in ihrer Malerei schon immer das Informelle bevorzugt. Sie meint. es sei doch ein spannender und reizvoller Aspekt der „informellen Kunst“  zu erleben, wie unser Sehsystem Bilder deutet, in denen gar keine in der Außenwelt vorkommenden Formen konzipiert sind – letztlich eine höher entwickelte Form der Malerei, die nicht jeder Betrachter versteht, wie hier auf dem Bild der Hippocampus, das Seepferdchen.

Ausstellung 2009 Kurhaus Freudenstadt

Mit diesem Namen wird auch eine Struktur im Gehirn belegt. Der Hippocampus im Gehirn fungiert unter anderem als Gedächtnisspeicher und ist beispielsweise bei der Alzheimer-Erkrankung oder bei Schlaganfallpatienten gestört. Deshalb wird derzeit in  Labors in Lausanne an einem künstlichen Hippocampus (künstliches Seepferdchen) gearbeitet, der in das Gehirn implantiert werden kann. Erste Erfolge wurden bereits in Tierversuchen erzielt.