Thomas Rapp


Aktions- und Lebenskünstler

  • Kunstaktionen aller Art
  • Zusammenführen verschiedener Kunstrichtungen
  • Rauminstallationen
  • Kochkünstler
  • Experte für die Geschichte des Christophstals sowie des gesamten Forbachtals
  • Galerie Christophstal
  • Geschichtswerkstatt Christophstal


    Tomas Rapp und HP Maier
    Tomas Rapp und HP Maier


Tomas Rapp führt das Blaue Haus im Christophstal.
Galerie Christophstal | Christophsstrasse 10 | Tel. 07441/ 86 67 40 | www.blaueshaus-christophstal.de

„Rettungskauf“ im Christophstal


Denkmalverein und Unterstützer kümmern sich ums „Platzmeisterhaus“

Der Denkmalverein Freudenstadt hat zusammen mit zwei privaten Kulturförderern in der vergangenen Woche ein sanierungsfälliges Denkmal im Christophstal gekauft. Um es so vor dem bevorstehenden Zerfall zu bewahren. Nur über diesen „Rettungskauf“ kann das historische Gebäude, das einst zum Komplex der Königlichen, später Schwäbischen Hüttenwerke gehört hat, für die Nachwelt erhalten bleiben. Christophstal. So zumindest sehen es der Verein für Kulturdenkmale , der Galerist Tomas Rapp (Blaues Haus im Christophstal) sowie Hans-Peter Maier von der Kulturinitiative Freudenstadt. Zusammen bilden der Verein und die beiden Kunst- und Kulturengagierten neuerdings eine Zweckgemeinschaft, die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) „Platzmeisterhaus im Christophstal“.

Das Gebäude aus dem vorvergangenen Jahrhundert (Baujahr 1838) fungierte einst als frühindustrieller Verwaltungssitz der Eisenhütte im Christophstal und in Friedrichstal. Entsprechend seiner Stellung als leitender Hüttenbeamter residierte der „Platzmeister“ in einem herrschaftlich gearteten, zweigeschossigen, unverputzten Sandsteinbau. „Ein großzügiges Biedermeierhaus“, dessen Bauweise in Massivstein für den Denkmalpfleger Dr. Martin Wenz (RP Karlsruhe) in dieser Gegend und aus dieser Epoche eine absolute Rarität darstellt. Sein Denkmalwert rührt auch von sämtlichen, erhalten gebliebenen Grundrissen, von der noch intakten Originalsubstanz der Türen, Fenster, Böden etc. Leider befindet sich Haus 250 in der Talstraße in einem desolaten Zustand. Das Dach ist an mehreren Stellen löchrig, die Traufen sind morsch, ein Giebelwandstück brach unlängst heraus. Das Trockenklo auf der Rückseite ist verfallen und eingestürzt. Seit etwa einem halben Jahr ist das Haus unbewohnt, die zurück gelassene Ausstattung hat Schimmel angesetzt, sie leistet der Hausschwammbildung Vorschub. Der Gebäudeunterhalt ist offenkundig schlicht unterblieben. Von einem Immobilienfachmann, der keine Chance für eine handelsübliche Vermarktung erkannt hat, wurde der Denkmalverein kürzlich auf das baufällige Platzmeisterhaus aufmerksam gemacht. Bei einem Ortstermin mit der Unteren Denkmalbehörde, Dr. Wenz, der Eigentümerseite und den Denkmalschützern wurde überlegt, wie das Haus, das die alte Christophstaler Industriegeschichte eindrücklich dokumentieren hilft, erhalten werden kann. Als einzig gangbarer Weg kristallisierte sich dabei eine private Projektträgerschaft heraus, der ein Eigentumsübergang vorausgehen muss. Dank auch der Verhandlungsbereitschaft des vormaligen Besitzers konnte vergangene Woche das Platzmeisterhaus für einen maßvollen Kaufbetrag in die Obhut der neuen GbR genommen werden.
Artikel von der homepage des Vereins http://denkmalfreunde.de/
Viele Besucher beim Platzmeisterhaus in Christophstal - Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag haben sich viele Besucher ein eigenes Bild vom Platzmeisterhaus in Christophstal gemacht – ein Ausflug ins 19. Jahrhundert.
Zum Originalartikel in der Südwestpresse vom 13.09.2011